{"id":2642,"date":"2020-02-04T01:13:21","date_gmt":"2020-02-04T00:13:21","guid":{"rendered":"http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/?p=2642"},"modified":"2020-08-05T01:44:01","modified_gmt":"2020-08-04T23:44:01","slug":"mehrkosten-oder-wirtschaftlichkeit-durch-kompensation-von-folgekosten-passivhausbauweise-im-faktencheck","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/mehrkosten-oder-wirtschaftlichkeit-durch-kompensation-von-folgekosten-passivhausbauweise-im-faktencheck\/","title":{"rendered":"Passivhausbauweise rechnet sich &#8211; Faktencheck"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/mehrkosten-oder-wirtschaftlichkeit-durch-kompensation-von-folgekosten-passivhausbauweise-im-faktencheck\/arquitectura-sostenible-edificio-verde-de-bajo-consumo\/\" rel=\"attachment wp-att-2643\"><img loading=\"lazy\" class=\" wp-image-2643 alignleft\" src=\"http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/passivbauAdobeStock_192148043-Kopie-300x283.jpg\" alt=\"Passivbauweise-visuell\" width=\"345\" height=\"325\" srcset=\"http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/passivbauAdobeStock_192148043-Kopie-300x283.jpg 300w, http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/passivbauAdobeStock_192148043-Kopie-390x369.jpg 390w, http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/passivbauAdobeStock_192148043-Kopie.jpg 635w\" sizes=\"(max-width: 345px) 100vw, 345px\" \/><\/a>Pro gr\u00fcn reagierte im Anschluss an die Ratssitzung am 30.01.2020 mit einer Mail\u00a0an alle Fraktionen im Paderborner Stadtrat:<\/p>\n<p>In der Ratssitzung am 30.1.2020 wurde von Stephan Hoppe (&#8220;F\u00dcR PADERBORN&#8221;) die Behauptung aufgestellt, die Passivhausbauweise w\u00fcrde 10 \u2013 20 % Mehrkosten ausl\u00f6sen.<\/p>\n<p>In unten auszugsweise dargestellter Mail an pro gr\u00fcn belegt Dr. Ing. Bernd Steinm\u00fcller, dass diese Behauptung v\u00f6llig aus der Luft gegriffen ist. (Dazu 3 Anlagen).<\/p>\n<p>Pro gr\u00fcn Vorsitzender Dieter Dubisch: &#8220;Ich bedauere diesen Vorgang vor allem, da wir im Vorfeld der Ratssitzung umfangreiche Informationen an alle Fraktionen geschickt haben.\u00a0Wir haben besonders auf die Wirtschaftlichkeit hingewiesen. Lediglich die SPD und B90\/Die Gr\u00fcnen haben unser Informationsangebot angenommen&#8221;. Dieter Dubisch bekr\u00e4ftigt nochmal das Angebot, dass Pro gr\u00fcn e.V. weiterhin allen Fraktionen f\u00fcr Gespr\u00e4che bereit steht.<\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Auszug aus der Mail von Dipl.-Phys. Dr.-Ing. Bernd Steinm\u00fcller:<\/strong><\/p>\n<p>&#8220;..Sozialwohnungen in Passivhausbauweise gibt es \u00fcbrigens bei uns in der N\u00e4he in Kassel Marbachsh\u00f6he \u2026 Im Oktober habe ich sie auch in China besichtigen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Wirklich \u201eirre\u201c, dass den behaupteten Mehrkosten von 10 bis 20% im Rat gestern keiner widersprochen hat, obwohl seit langem bekannt ist, dass Passivh\u00e4user \u201enicht nur die g\u00fcnstigste \u00f6kologische, sondern auch die g\u00fcnstigste \u00f6konomische L\u00f6sung sind\u2026\u201c interessant f\u00fcr die CDU? Die FDP?<\/strong><\/p>\n<p>Siehe hierzu auch <strong>umfangreiche Hamburger Baukosten-Studie<\/strong>, die ich ebenfalls anf\u00fcge \u2026 zusammen mit aktualisierten Folien des fr\u00fcheren Frankfurter Klimareferenten Prof. Axel Bretzke, in der auch <strong>die Kosten von B\u00fcrogeb\u00e4uden<\/strong> dargestellt sind.\u00a0Mit ihm hatte ich \u00fcbrigens vor rund 10 Jahren auf Einladung von Frau Vo\u00df\/Herrn Hermann eine Weiterbildungsveranstaltung im GMP durchgef\u00fchrt.\u00a0M\u00f6glicherweise In Vergessenheit geraten. \u00a0\u2026<\/p>\n<p>Bereits die gemischte Niedrigenergie-\/Passivhaussiedlung in Wiesbaden-Lummerlund (die ich am IWU wissenschaftlich mitbetreut und evaluiert habe) Mitte der neunziger Jahre,\u00a0 <strong>vor fast 25 Jahren<\/strong> zeigte, dass schon bei Einfamilienreihenh\u00e4usern die Mehr<strong>INVESTITIONEN<\/strong> <strong>(NICHT DIE KOSTEN!!!)<\/strong> <strong>kleiner als 10% sind<\/strong>.<\/p>\n<p>Auch <strong>die Stadt Frankfurt erkannte zu Beginn des Jahrtausends<\/strong> <strong>\u2013 vor gut 15 Jahren (!) \u2013<\/strong>, dass die Mehr<strong>INVESTIONEN<\/strong> allenfalls im Bereich weniger Prozente lagen und im Vergleich mit Streuungen \u00fcbriger Baukosten v\u00f6llig in der Streuung untergehen \u2026 wie in der k\u00fcrzlichen Hamburger Studie best\u00e4tigt (siehe hierzu auch erste Folie im Bretzke-Foliensatz).<\/p>\n<p>Nun sind die Investitionen ja oft sogar nur der kleinere Teil der Gesamtkosten, werden mit diesen aber gern f\u00e4lschlicher Weise gleichgesetzt (auch im Rat? \u2026 siehe B\u00fcrgerdialog).<\/p>\n<p>Dabei wird im Passivhaus bereits auch ein Teil der Mehrinvestitionen f\u00fcr D\u00e4mmung durch deutliche Einsparungen am Heizsystem kompensiert<\/p>\n<ul>\n<li>kein konventionelles Heizsystem n\u00f6tig,<\/li>\n<li>kleinere Erzeuger,<\/li>\n<li>kleineres, einfacheres Verteilsystem,<\/li>\n<li>weniger\/keine Heizk\u00f6rper etc. etc.)<\/li>\n<li>und oft auch intelligentere Gesamtplanung.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Dies erkl\u00e4rt, dass bereits die investiven Kosten f\u00fcr Passivhausbauweise oft nicht h\u00f6her als die eines konventionellen Geb\u00e4udes sind<\/strong>.<\/p>\n<p>Da die allenfalls <strong>geringen Mehrinvestitionen<\/strong> aber durch <strong>deutliche Heizkostenersparnisse<\/strong> <strong>(Passivh\u00e4user 4 mal energieeffizienter als typische ENEV-Neubauten)<\/strong> &#8230; <strong>mehr als \u00fcberkompensiert werden, f\u00fchrt das unterm Strich sogar nicht zu MEHR sondern zu MINDERkosten \u2026. Und das nicht erst seit wenigen Jahren, sondern seit 2 Jahrzehnten. &#8230;.&#8221;<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 12px;\"><em>Dr. Bernd Steinm\u00fcller, \u00a0BSMC,\u00a0<\/em><\/span><span style=\"font-size: 12px;\"><em>Sustainability Management Consulting, Paderborn, (https:\/\/www.bsmc.de).<\/em><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pro gr\u00fcn reagierte im Anschluss an die Ratssitzung am 30.01.2020 mit einer Mail\u00a0an alle Fraktionen im Paderborner Stadtrat: In der Ratssitzung am 30.1.2020 wurde von Stephan Hoppe (&#8220;F\u00dcR PADERBORN&#8221;) die Behauptung aufgestellt, die Passivhausbauweise w\u00fcrde 10 \u2013 20 % Mehrkosten ausl\u00f6sen. In unten auszugsweise dargestellter Mail an pro gr\u00fcn belegt Dr. Ing. 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