{"id":2699,"date":"2020-08-05T01:22:42","date_gmt":"2020-08-04T23:22:42","guid":{"rendered":"http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/?p=2699"},"modified":"2020-08-05T01:51:40","modified_gmt":"2020-08-04T23:51:40","slug":"einwendungen-gemaess-%c2%a7-3-1-und-%c2%a7-3-1-baugb-fruehzeitige-buergerbeteiligung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/einwendungen-gemaess-%c2%a7-3-1-und-%c2%a7-3-1-baugb-fruehzeitige-buergerbeteiligung\/","title":{"rendered":"Einwendungen gem\u00e4\u00df \u00a7 3 (1) und \u00a7 3 (1) BauGB, fr\u00fchzeitige B\u00fcrgerbeteiligung"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: 20px;\"><strong>Nachverdichtung und innerst\u00e4dtische Brachen<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Pro gr\u00fcn meint \u2013 nicht erst seit der Opferung des W\u00e4ldchens an der Warburger Stra\u00dfe f\u00fcr den Bau eines Studentenwohnheims und der Bebauung Am Kalberdanz an der Paderaue, dass in Rat und Verwaltung ein grunds\u00e4tzliches Missverst\u00e4ndnis besteht in der Auffassung des Konzeptes \u201eInnenverdichtung vor Au\u00dfenverdichtung\u201c und auch in dem Verst\u00e4ndnis \u00fcber den Wert von brach gefallenem Gel\u00e4nde im Siedlungsbereich.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich ist es nat\u00fcrlich richtig, dass sich endlich bundesweit der Grundsatz durchgesetzt hat, dass zun\u00e4chst im Siedlungsbereich Baul\u00fccken geschlossen werden, bevor die zu erhaltenden Fl\u00e4chen im Au\u00dfenbereich immer weiter besiedelt und damit als Naturraum zerst\u00f6rt werden. Dabei muss aber in jedem Einzelfall gepr\u00fcft werden, ob sich hier nicht eine kleine gr\u00fcne Oase entwickelt hat, in der die \u00fcberall gef\u00e4hrdete Natur noch eine Chance hat und eine Aufheizung des Stadtklimas gemindert wird. Wir brauchen st\u00e4dtisches Gr\u00fcn!<\/p>\n<p>Und f\u00fcr Brachgel\u00e4nde im Innenstadtbereich gilt \u00c4hnliches. Auf Ruderalstandorten hat sich manchmal \u00fcber Jahrzehnte\u00a0 &#8211; unbemerkt von Anliegern \u2013 in einer Nische ein wertvoller Naturraum entwickeln k\u00f6nnen, ein Biotop, das erhalten werden sollte.<\/p>\n<p><strong>1.) Pro gr\u00fcn ist der Auffassung, dass dies insbesondere f\u00fcr Gel\u00e4nde im Planungsbereich des BP 298 Nordstra\u00dfe gilt und fordert nicht nur f\u00fcr das Plangebiet, sondern generell eine Neubewertung von Brachfl\u00e4chen als \u00f6kologische R\u00fcckzugsr\u00e4ume im innerst\u00e4dtischen Bereich.<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 20px;\"><strong>Klima\/Energie<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Der Text l\u00e4sst offen, auf welche Weise das angestrebte Ziel einer Klimaneutralit\u00e4t bis 2038 erreicht werden soll\/kann. Hier bietet sich wie selbstverst\u00e4ndlich die Forderung nach einem Passivhaus-, wenn\u00a0 nicht gar einem Passivhaus-Plus-Standard. In Anbetracht der problematischen L\u00e4rmsituation zur Nordstra\u00dfe \u2013 wie zur Gleisanlage hin \u2013 \u00a0ist ohnehin eine kontrollierte Bel\u00fcftung erforderlich, die konsequent zu Ende gedacht Baustein einer\u00a0 Passivhaus-Bauweise ist. Die SW-Orientierung der Hauptfassade erlaubt eine gute Nutzung solarer Gewinne, die die Ereichung des Passivhaus-Standards erleichtert. Zudem ist das Oberfl\u00e4chen\/Volumen-Verh\u00e4ltnis im Vergleich zu kleineren H\u00e4usern sehr viel g\u00fcnstiger und kommt daher dem PH-Standard sehr entgegen.<\/p>\n<p><strong>2.) Pro Gr\u00fcn fordert, dass f\u00fcr die technische Bauausf\u00fchrung Passivhaus Standard zwingend vorgeschrieben wird.<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 20px;\"><strong>\u00dcberschreitung der Grundfl\u00e4chenzahl von 0,8<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Die m\u00f6gliche \u00dcberschreitung der GFZ 0,8 durch bauliche Anlagen wie Garagen, Stellpl\u00e4tze und deren Zufahrten unter der Gel\u00e4ndeoberfl\u00e4che \u00fcber die Baugrenze der Geb\u00e4udebauk\u00f6rper hinaus\u00a0 bewirkt letztlich eine Beseitigung der Vegetation auf der gesamten Fl\u00e4che, auch im B\u00f6schungsbereich mit dem erhaltenswerten Geh\u00f6lzstreifen und verhindert auch eine angeblich m\u00f6gliche Bepflanzung mit gro\u00dfkronigen Laubb\u00e4umen am Rande der Nordstra\u00dfe.<\/p>\n<p><strong>\u00a03.)<\/strong> <strong>Pro Gr\u00fcn hat aus den genannten Gr\u00fcnden erhebliche Bedenken gegen \u00dcberschreitungen der GFZ. Die GFZ wird angesichts der vorhandenen Topografie und Vegetation f\u00fcr zu hoch erachtet, sollte aber in keinem Falle \u00fcberschritten werden.<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 20px;\"><strong>Niederschlagswasser\/Grundwassererneuerung<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Entgegen der Forderung von \u00a7 55 WHG wird das Niederschlagswasser auf der gesamten Fl\u00e4che des Planungsgebietes nicht versickern k\u00f6nnen sondern muss \u00fcber den Regenwasserkanal abgef\u00fchrt werden und geht damit der Grundwassererneuerung verloren. Bisher versickerte das Grundwasser auf der gesamten Fl\u00e4che, auch auf den verfestigten Bereichen wie der Ladestra\u00dfe und diente damit der notwendigen Grundwassererneuerung, die in Zeiten des Klimawandels von so gro\u00dfer Bedeutung ist. F\u00fcr den Erhalt der derzeitig guten Grundwasserzuf\u00fchrung auf dieser Fl\u00e4che ist auch der Erhalt des Geh\u00f6lzstreifens von entscheidender Bedeutung.<\/p>\n<p>Das Bielefelder Planungsb\u00fcro schreibt richtig, dass auf Grund der baulichen Dichte und der geringen Gr\u00f6\u00dfe der Freifl\u00e4che eine Regenwasserversickerung nicht m\u00f6glich ist. Die nahe liegende L\u00f6sung der Herstellung einer geringeren Baudichte und damit einer Vergr\u00f6\u00dferung der Freifl\u00e4che unter Erhalt der sch\u00fctzenswerten Vegetationsbest\u00e4nde wird nicht in Erw\u00e4gung gezogen. (S. Planungsalternativen)<\/p>\n<p><strong>4.) Pro Gr\u00fcn fordert dem Belang der Versickerung und Grundwasserneubildung im Plangebiet Rechnung zu tragen und hierf\u00fcr entsprechende Konzepte einzuarbeiten. Die vollst\u00e4ndige Abf\u00fchrung des Niederschlagswassers \u00fcber einen Regenwasserkanal ist nicht akzeptabel.<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 20px;\"><strong>Planungsalternativen<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Planungsb\u00fcro\u00a0 und Stadtverwaltung stellen in der Begr\u00fcndung des Bebauungsplanes lapidar fest (vgl. S. 15), die Alternative w\u00e4re der Erhalt der Brachfl\u00e4che. Dies sei aber in direkter Nachbarschaft von Bahnhof und Innenstadtring st\u00e4dtebaulich nicht gew\u00fcnscht.<\/p>\n<p>Pro gr\u00fcn sieht hier die M\u00f6glichkeit eines Kompromisses als L\u00f6sung: Warum wird nicht das vorgesehene Volumen der Bauma\u00dfnahmen reduziert, indem statt vier neuer Bauk\u00f6rper etwa nur zwei gebaut werden und die offenbar vorgesehene Fassadenl\u00e4nge von jeweils \u00fcber 50 m verringert wird auf eine der Umgebungsbebauung eher angepasste Gr\u00f6\u00dfe?<\/p>\n<p>Hinzu kommt auch die Frage, ob an dieser Stelle tats\u00e4chlich ein angeblich vorhandener Bedarf an 85 \u201eKleinstwohnungen\u201c von 45 qm besteht, der nicht anderweitig abgedeckt werden kann. Zudem werden z. Zt. an vielen Stellen in der Stadt zahlreiche Neubauwohnungen von privat geplant und die Stadt selbst muss f\u00fcr die kommenden Jahre\u00a0 beinahe 100 Hektar Fl\u00e4che auf den drei aufgegebenen ehemaligen Kasernenfl\u00e4chen \u00fcberplanen, auch mit Wohneinheiten.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 20px;\"><strong>Gesamtabw\u00e4gung<\/strong><\/span><\/p>\n<p>In ihrer Gesamtabw\u00e4gung am Ende der Begr\u00fcndung dieses vorhabenbezogenen Bebauungsplanes kommen Planungsb\u00fcro und Stadtverwaltung zu dem Ergebnis, hier w\u00e4re ein \u201einnerst\u00e4dtischer Innenbereich vertr\u00e4glich nachverdichtet\u201c worden. Es werde aus st\u00e4dtebaulicher Sicht eine \u201equalitativ hochwertige Situation\u201c geschaffen, \u201edie sich in die vorhandene Wohnsituation und das Umfeld einbindet\u201c. Nachteilige Auswirkungen w\u00fcrden nicht bef\u00fcrchtet.<\/p>\n<p>Es ist offensichtlich, dass f\u00fcr diese Aussage keine sachliche Begr\u00fcndung angef\u00fchrt werden kann, sondern dass das Gegenteil richtig ist. Hier wird auf engstem Raum, ohne Freifl\u00e4chen, mangels Freiraum nur mit geringen Ans\u00e4tzen einer Begr\u00fcnung, f\u00fcr die Bewohner ein steinernes Umfeld geschaffen, das sich an sich h\u00e4ufenden zuk\u00fcnftigen Hitzetagen unertr\u00e4glich aufheizt und zu einer wenig vertr\u00e4glichen Wohnsituation f\u00fchrt. Dazu kommt auf der Vorderseite der Verkehrsl\u00e4rm von der Nordstra\u00dfe und auf der Hinterseite der Zugl\u00e4rm von den Geleisen. Im L\u00e4rmgutachten wird von einer problematischen und einer kritischen L\u00e4rmbelastung gesprochen.<\/p>\n<p><strong>5) Pro Gr\u00fcn ist der Ansicht, dass die vorgeschlagene Bebauung weder als eine \u201evertr\u00e4gliche Nachverdichtung\u201c zu bewerten ist, noch zu einer \u201est\u00e4dtebaulich qualitativ hochwertigen Wohnsituation\u201c f\u00fchren wird und fordert daher eine umweltgerechtere und dem Umfeld deutlich st\u00e4rker angepasste Neuplanung.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 20px;\"><strong>Zur \u00f6kologischen Bewertung des Plangebietes:<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Mit dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 298 \u201eNordstra\u00dfe\u201c wird auf eine Umweltpr\u00fcfung nach \u00a7 2 (4) BauGB einschlie\u00dflich der Bilanzierung von Eingriff und Ausgleich (vgl. \u00a7 13a (2) Ziffer 4 BauGB) wird gem\u00e4\u00df \u00a7 13a (3) Ziffer 1 BauGB, sowie auf einen Umweltbericht verzichtet. Dabei wird angenommen, dass keine Schutzg\u00fcter nach der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) betroffen sind. Diese Annahme beruht auf der Einsch\u00e4tzung einer \u201ePotenzialanalyse Artenschutz\u201c vom Juni 2017, die auf der Grundlage einer theoretischen Datenanalyse (desk study) und eines einzigen Feldbegangs durchgef\u00fchrt wurde.<\/p>\n<p><strong>6.) Pro gr\u00fcn h\u00e4lt die \u201ePotenzialanalyse Artenschutz\u201c f\u00fcr nicht ausreichend und in Teilen f\u00fcr fehlerhaft. Sie erfordert erg\u00e4nzende Untersuchungen.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Begr\u00fcndung:<\/strong> Der vorhandene bis zu 15 m breite Geh\u00f6lzbestand auf der B\u00f6schung und am Gleisrand wird aufgrund von Kleinr\u00e4umigkeit und Beeintr\u00e4chtigungen durch die angrenzende Stra\u00dfe als \u201eungeeignet f\u00fcr Brut- und Aufenthaltsraum f\u00fcr eine der nachgewiesenen 22 Vogelarten\u201c bezeichnet. Richtig ist, dass es sich beim B\u00f6schungsbereich an der Nordstra\u00dfe um einen \u00e4u\u00dferst strukturreichen vielschichtigen Geh\u00f6lzraum aus bis zu 10 m hohen ca. 40-j\u00e4hrigen Robinien mit dichtem Unterwuchs aus Robinien, Linden und mehreren Straucharten handelt, der von zahlreichen Boden-, Strauch- und Baumbr\u00fctern besiedelt ist. Aufgrund der Dichte des Bewuchses und der Absch\u00fcssigkeit des Gel\u00e4ndes spielt der Stra\u00dfenverkehr als St\u00f6rfaktor f\u00fcr das Brut- und Aufenthaltsgeschehen keine Rolle. Ebenfalls unber\u00fccksichtigt bleibt die Bedeutung der bandartigen Struktur des Geh\u00f6lzsaums, in Teilbereichen bis zu etwa 15 m breit, die sich bis in den Einm\u00fcndungsbereich des Greiteler Weges erstreckt, als Verbindungs- und Vernetzungskorridor mit den s\u00fcdlich angrenzenden G\u00e4rten des Siedlungsbereichs Greitelerweg\/ Greiteler G\u00e4rten.<\/p>\n<p>Erhebliche Zweifel erhebt pro gr\u00fcn ebenfalls an der Aussage, dass das Vorhandensein sogenannter Flugstra\u00dfen oder essenzieller Nahrungsreviere f\u00fcr die f\u00fcnf m\u00f6glichen Fledermausarten nicht zu erwarten ist. Tatsache ist, dass die Geh\u00f6lz- und Freifl\u00e4chen des Plangebietes als Jagd- und Lebensraum f\u00fcr Flederm\u00e4use von gro\u00dfer Bedeutung sind. Da sich geeignete Fortpflanzungs- oder Ruhest\u00e4tten f\u00fcr Flederm\u00e4use in unmittelbarer n\u00f6rdlich angrenzender Nachbarschaft befinden, stellen die insektenreichen Fl\u00e4chen des Plangebietes ein ideales Nahrunsgbiotop dar, das intensiv beflogen wird. Weiterhin ist davon auszugehen, dass der gesamte Gleisstrang zwischen Nordbahnhof und Fischteichen einschlie\u00dflich der angrenzenden Geh\u00f6lz- und Gartenbereiche als Zugstrasse und Wanderkorridor genutzt wird. Das Plangebiet ist ebenfalls Bestandteil. Entsprechende Nachweise durch Bat-Detektoren m\u00fcssten nachgeholt werden.<\/p>\n<p>Auf die erhebliche Bedeutung des Plangebietes f\u00fcr Reptilien ist in der Potenzialanalyse auf der Grundlage eines Fundortkatasters und der vorhandenen Lebensraumstrukturen hingewiesen. Eine genauere Artenerhebung muss nachgeholt werden. Den vorgeschlagenen Abfang und die Umsiedlung dieser Arten h\u00e4lt Pro Gr\u00fcn als nicht ausreichende und nicht nachhaltige Artenschutzma\u00dfnahme. Stattdessen fordert Pro Gr\u00fcn, dass ein wesentlicher Teil der im Vorentwurf als \u201eg\u00e4rtnerisch zu gestaltenden Fl\u00e4chen\u201c am Rand der Bahntrasse als \u201eRuderalbiotop\u201c zu gestalten ist, auf dem im unmittelbaren Umfeld des derzeitigen Lebensraums eine Wiederbesiedlung durch Reptilien stattfinden kann.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich ist das Potenzial der Planfl\u00e4chen f\u00fcr Insekten nicht untersucht. Die Robinie, die als Art im Geh\u00f6lzstreifen dominant vertreten ist, gilt mit 0,1 % Fl\u00e4chenanteil in Deutschland als seltene Baumart, die aufgrund ihres Bl\u00fcten- und Nektarreichtums zahlreiche Insekten anzieht. Eine Untersuchung der Insektenfauna ist daher unerl\u00e4sslich.<\/p>\n<p>Der vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 298 \u201eNordstra\u00dfe\u201c sieht vor, den vorhandenen Geh\u00f6lzstreifen am B\u00f6schungsrand zur Nordstra\u00dfe sowie entlang des Gleisk\u00f6rpers vollst\u00e4ndig zu beseitigen und durch eine Baumreihe (\u201eStra\u00dfenbegleitgr\u00fcn\u201c) an der Nordstra\u00dfe, sowie durch eine Rasenfl\u00e4che (g\u00e4rtnerische Gestaltung) am Gleisk\u00f6rper zu ersetzen. Wie das zu realisieren ist \u2013 bei einer weit \u00fcber 80% der zu bebauenden Fl\u00e4che mit hohem Versiegelungsgrad und unterirdischen Stellpl\u00e4tzen \u00fcber die Grenzen der Bauk\u00f6rper hinaus \u2013 m\u00fcsste nachgewiesen werden.<\/p>\n<p><strong>7.) Pro Gr\u00fcn fordert die vollst\u00e4ndige Erhaltung des nat\u00fcrlich entstandenen biodiversit\u00e4tsreichen Baum- und Geh\u00f6lzbestandes entlang der Nordstra\u00dfe aus Gr\u00fcnden des Artenschutzes und Schutzes der Bewohner der k\u00fcnftigen und der bereits im Umfeld vorhandenen Wohnbebauung vor Stra\u00dfenl\u00e4rm, Staub- und Abgasemissionen.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>8.) Pro Gr\u00fcn fordert die quantitative Erhebung und konkrete Angabe der Gr\u00fcnmasse bzw. des Gr\u00fcnvolumens in den Planunterlagen als Pendant zu den Indikatoren der baulichen Nutzung wie der Grundfl\u00e4chenzahl (GRZ) und der Geschossfl\u00e4chenzahl (GFZ) in Form einer Gr\u00fcnvolumenzahl (GVZ), gemessen in m\u00b3\/m\u00b2 Fl\u00e4che. Ohne Angabe einer aktuellen und geplanten Gr\u00fcnvolumenzahl sind Entscheidungstr\u00e4ger nicht in der Lage, eine Bewertung der \u00f6kologischen Auswirkungen der geplanten Bebauung auf Mensch und Natur zu treffen.<\/strong><\/p>\n<p><strong>zu a) Begr\u00fcndung:<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_2702\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/einwendungen-gemaess-%c2%a7-3-1-und-%c2%a7-3-1-baugb-fruehzeitige-buergerbeteiligung\/robinieleaves-8113_640\/\" rel=\"attachment wp-att-2702\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-2702\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-2702 size-medium\" src=\"http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/robinieleaves-8113_640-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/robinieleaves-8113_640-225x300.jpg 225w, http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/robinieleaves-8113_640-390x520.jpg 390w, http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/robinieleaves-8113_640-300x400.jpg 300w, http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/robinieleaves-8113_640.jpg 480w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-2702\" class=\"wp-caption-text\"><em><span style=\"font-size: 10px;\">Robinie, Foto: Hans Braxmeier<\/span><\/em><\/p><\/div>\n<p>St\u00e4dtisches Gr\u00fcn ist unverzichtbar und erf\u00fcllt direkt und indirekt elementare \u00f6kologische Funktionen. Das gilt f\u00fcr den vorhandenen Geh\u00f6lzstreifen entlang der Nordstra\u00dfe in besonderer Weise. Er hat aufgrund seiner vielschichtigen Strukturen und seines Biodiversit\u00e4tsreichtums nicht nur wichtige Artenschutzfunktion, sondern ist durch seine wichtige Trenn- und Schutzfunktion zwischen Stra\u00dfenk\u00f6rper und geplanter Bebauung besonders geeignet, die negativen Einwirkungen des Stra\u00dfenverkehrs durch Stra\u00dfenl\u00e4rm, Staub- und Abgasemissionen abzuschirmen. Au\u00dferdem tr\u00e4gt der vorhandene Geh\u00f6lzstreifen zur Temperatursenkung, Grundwasserneubildung und durch Schattenbildung zu einem verminderten Aufheizen der versiegelten Fl\u00e4chen bei. Erw\u00e4hnenswert ist in dem Zusammenhang auch, dass sich die Robinie als pr\u00e4gende Art des Geh\u00f6lzstreifens Nordstra\u00dfe aufgrund ihrer geringen Anspr\u00fcche an N\u00e4hrstoff- und Wasserhaushalt einerseits, und gro\u00dfer Resistenz gegen Abgasemissionen andererseits, in besonderer Weise als Schutzbiotop eignet. Das ersatzweise geplante Stra\u00dfenbegleitgr\u00fcn mit hochst\u00e4mmigen Laubb\u00e4umen kann weder qualitativ noch quantitativ die vorhandene Artenschutz- und Emissionsschutzfunktion ersetzen, sondern dient allenfalls der optischen Aufwertung. Schlie\u00dflich hat der Geh\u00f6lzstreifen eine wichtige Trittstein- und Vernetzungsfunktion zu den s\u00fcdlich sich anschlie\u00dfenden G\u00e4rten der Siedlungsgebiete Greitelerweg und Greitelerg\u00e4rten.<\/p>\n<p><strong>Zu b) Begr\u00fcndung:<\/strong><\/p>\n<p>Wegen der Bedeutung des Stadtgr\u00fcns im Zeichen zunehmenden Artenverlustes und Klimawandels werden seitens der Stadtplanung in deutschen Gro\u00dfst\u00e4dten zunehmend Indikatoren nicht nur f\u00fcr qualitative, sondern auch f\u00fcr eine quantitative Beschreibung der Vegetation gesucht. Als Pendant zu den Indikatoren der baulichen Nutzung wie der Grundfl\u00e4chenzahl (GRZ) und der Geschossfl\u00e4chenzahl (GFZ) hat die sog. Gr\u00fcnvolumenzahl (GVZ) insbesondere in Nachverdichtungsstrategien zunehmende Bedeutung erlangt. Mit der blockbezogenen Gr\u00fcnvolumenbestimmung besteht die M\u00f6glichkeit, sowohl Defizite als auch Potenziale der Gr\u00fcnausstattung blockgenau zu identifizieren.<\/p>\n<p>Pro Gr\u00fcn fordert die Einf\u00fchrung und Darstellung eines solchen Messwertes nicht nur f\u00fcr das Planverfahren \u201eNordstra\u00dfe\u201c, sondern generell f\u00fcr alle zuk\u00fcnftigen Planverfahren im innerst\u00e4dtischen Bereich, insbesondere im Falle von Nachverdichtungen. Nur die Gr\u00fcnvolumenzahl (GVZ), die sich leicht durch dreidimensionale Messungen auf Laserscannerbasis ermitteln l\u00e4sst, schafft Transparenz zu Auswirkungen der Planung auf Verlust oder Erhaltung des Gr\u00fcnvolumens im Plangebiet. Ziel der Planung sollte es generell sein, den aktuellen Wert der GVZ zu erhalten, besser noch zu steigern. Im vorliegenden Planentwurf ist mit einem dramatischen Absinken des GVZ-Wertes zu rechnen, was grunds\u00e4tzlich dem Planziel von Nachverdichtungen im innerst\u00e4dtischen Bereich widerspricht.<\/p>\n<p><em>Fritz Buhr,\u00a0<\/em><em>Pro gr\u00fcn e.V.\u00a0<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachverdichtung und innerst\u00e4dtische Brachen Pro gr\u00fcn meint \u2013 nicht erst seit der Opferung des W\u00e4ldchens an der Warburger Stra\u00dfe f\u00fcr den Bau eines Studentenwohnheims und der Bebauung Am Kalberdanz an der Paderaue, dass in Rat und Verwaltung ein grunds\u00e4tzliches Missverst\u00e4ndnis besteht in der Auffassung des Konzeptes \u201eInnenverdichtung vor Au\u00dfenverdichtung\u201c und auch in dem Verst\u00e4ndnis \u00fcber [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[111,137,108,103,136,107,114,104,38],"tags":[139,148,138,142,141,147,140,145,144,143,146],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2699"}],"collection":[{"href":"http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2699"}],"version-history":[{"count":5,"href":"http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2699\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2706,"href":"http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2699\/revisions\/2706"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2699"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2699"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2699"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}