{"id":2839,"date":"2020-12-15T10:55:38","date_gmt":"2020-12-15T09:55:38","guid":{"rendered":"http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/?p=2839"},"modified":"2020-12-16T17:26:54","modified_gmt":"2020-12-16T16:26:54","slug":"wuensche-eines-parteilosen-gruenen-und-ehrenmitglieds-von-pro-gruen-e-v-paderborn-an-den-neuen-paderborner-stadtrat","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/wuensche-eines-parteilosen-gruenen-und-ehrenmitglieds-von-pro-gruen-e-v-paderborn-an-den-neuen-paderborner-stadtrat\/","title":{"rendered":"W\u00fcnsche eines parteilosen Gr\u00fcnen und Ehrenmitglieds von pro gr\u00fcn e.V. Paderborn an den neuen Paderborner Stadtrat"},"content":{"rendered":"<p>Ich wei\u00df, dass nicht alle Bl\u00fctentr\u00e4ume reifen k\u00f6nnen, doch einige k\u00f6nnten doch Wirklichkeit werden und im angek\u00fcndigten Koalitionsvertrag der neuen schwarz-gr\u00fcnen Mehrheit im Paderborner Rat zum Erbl\u00fchen kommen.<\/p>\n<p>Mir stellt sich die spannende Frage, was den Gr\u00fcnen gelingt in den Koalitionsvertrag mit den Schwarzen hineinzubekommen:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>einen Nationalpark in die Senne f\u00fcr die Zeit nach Aufgabe der milit\u00e4rischen Nutzung\u00a0<\/strong><\/li>\n<li><strong>eine Baumschutzsatzung f\u00fcr die Stadt Paderborn<\/strong><\/li>\n<li><strong>mehr Gr\u00fcn in die Stadt durch Baumpflanzungen und Fassadenbegr\u00fcnung, f\u00fcr Stadtklima und sauberere Luft<\/strong><\/li>\n<li><strong>die Nutzung von Regenwasser vom Dach f\u00fcr die WC-Sp\u00fclung zumindest kostenlos stellen<\/strong><\/li>\n<li><strong>fl\u00e4chendeckender Passivhausbau dort, wo die Stadt die rechtlichen M\u00f6glichkeiten hat dies zu fordern, und vieles andere mehr \u2026<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Bereits 2009 hatten die Gr\u00fcnen im Rat der Stadt \u2013 leider vergeblich \u2013 Passivhausbauweise f\u00fcr alle neu zu errichtenden \u00f6ffentlichen Geb\u00e4ude gefordert, dazu auch &#8211; wo immer m\u00f6glich &#8211; im nicht-\u00f6ffentlichen Bereich.<\/p>\n<p>In Plassbergs \u201eHart, aber Fair\u201c erfuhren wir in der letzten Woche, dass Zement \u2013 und damit auch Beton \u2013 mit 6,6 % an dem CO2 Aussto\u00df in Deutschland beteiligt ist, etwas weniger nur als der gesamte PKV-Verkehr mit 8,5 %. Die Herstellung des besonders f\u00fcr Beton notwendigen Zements hat eine \u00e4hnlich hohe Klimasch\u00e4dlichkeit wie der gesamte weltweite Flugverkehr. Ann\u00e4hernd 40 % der klimasch\u00e4dlichen Gase entfallen auf den Geb\u00e4udesektor, allein etwa 5 % auf Warmwasser und Heizung. Diese wenigen Zahlen belegen, dass hier mehr geschehen muss, wenn wir in Sachen Klimawandel wirklich etwas tun wollen, Umsteigen aufs Fahrrad allein gen\u00fcgt nicht!<\/p>\n<p>Einen besonderen Wunsch, den ich nicht nur an die 14 gr\u00fcnen Ratsmitglieder habe, sondern auch an alle \u201eNeuen\u201c im Rat \u2013 und dass ist beinahe die H\u00e4lfte des Rates! -, dass sie sich des Themas Rathausneubau am Marienplatz noch einmal annehmen und es grunds\u00e4tzlich in Frage stellen. Daf\u00fcr k\u00f6nnte der oft zitierte Satz Berthold Brechts gelten, nach dem man nicht immer B sagen m\u00fcsste, denn A h\u00e4tte ja falsch sein k\u00f6nnen. Die schon damals problematische Entscheidung f\u00fcr den <strong>Verwaltungsneubau am Marienplatz und Abdinghof<\/strong> scheint mir in einer Nach-Corona-Zeit weder notwendig noch verantwortbar zu sein. Brauchen wir diesen zus\u00e4tzlichen Platzbedarf noch, wenn Homeoffice weiter vermehrt praktiziert wird und ein weiterer Sprung in die Digitalisierung auch in Paderborn angekommen ist? K\u00f6nnen wir uns dann den beschlossenen aber noch nicht gebauten 50-Millionen-Prachtbau noch leisten?<\/p>\n<p>Ein niedrig-stockiger Verwaltungsneubau mit einer Kernsanierung des Geb\u00e4udeteils am Abdinghof k\u00f6nnte der Umgebungsbebauung mit den Linden am Marienplatz architektonisch eher angepasst werden, w\u00fcrde in Verbindung mit der Weiterverwendung der Stahlbetonstruktur am Abdinghof\u00a0 (Kernsanierung Geb\u00e4udeteil C) bis zu 10 Mio. Euro billiger sein und zudem Unmengen an grauer Energie im Alt-Beton weiter nutzen und nicht neu erzeugtes CO2 in die Atmosph\u00e4re zu pusten. Nach \u00fcberschl\u00e4giger Rechnung von Heinrich Knipping stecken in der Stahlbetonstruktur u. a. 3.200 t Beton, 2.500 t Kies, 700 t Zement, 200 t Stahl und 260.000 kg CO2 \u00c4quivalent an grauer Energie. Soll das nun alles mit Ausnahme von Kies und Stahl f\u00fcr die Tonne sein und kosten- und energieaufwendig neu erzeugt werden?<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnsche mir, dass solche und \u00e4hnliche Gedanken nicht nur im schwarz-gr\u00fcnen Koalitionsvertrag Eingang finden, sondern dass auch viele der neuen Ratsmitglieder sich solchen Fragen vorbehaltslos stellen und auch den Mut zu neuen Wegen finden.<\/p>\n<p><em>Beitrag des Ehrenmitgliedes von pro gr\u00fcn e.V. Paderborn <\/em><\/p>\n<p><em>Fritz Buhr\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Aus: Leserbrief zu den schwarz-gr\u00fcnem Koalitionsverhandlungen in Paderborn<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich wei\u00df, dass nicht alle Bl\u00fctentr\u00e4ume reifen k\u00f6nnen, doch einige k\u00f6nnten doch Wirklichkeit werden und im angek\u00fcndigten Koalitionsvertrag der neuen schwarz-gr\u00fcnen Mehrheit im Paderborner Rat zum Erbl\u00fchen kommen. 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