{"id":2875,"date":"2021-03-21T13:38:55","date_gmt":"2021-03-21T12:38:55","guid":{"rendered":"http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/?p=2875"},"modified":"2021-03-22T13:39:17","modified_gmt":"2021-03-22T12:39:17","slug":"holz-ist-der-neue-beton-pro-gruen-fordert-holzbau-leuchtturmprojekt-im-barker-quartier-mit-passivhaus-plus-standard","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/holz-ist-der-neue-beton-pro-gruen-fordert-holzbau-leuchtturmprojekt-im-barker-quartier-mit-passivhaus-plus-standard\/","title":{"rendered":"Holz ist der neue Beton!\u00a0PRO GR\u00dcN fordert Holzbau-Leuchtturmprojekt im Barker-Quartier mit Passivhaus-Plus Standard"},"content":{"rendered":"<p><strong>Angesichts der drohenden Klimakatastrophe fordert <span style=\"color: #008000;\">pro gr\u00fcn e.V. Paderborn<\/span>, das neue Stadtquartier auf dem Gel\u00e4nde der Barker Kaserne so klimafreundlich wie m\u00f6glich auszubauen. \u201eWir m\u00fcssen Beton durch Holz ersetzen und dabei den Passivhaus-Plus Standard im gesamten neuen Stadtquartier modellhaft umsetzen\u201c fordert Dieter Dubisch. Damit w\u00fcrde Paderborn ein starkes Zeichen f\u00fcr den Klimaschutz setzen, ein Zeichen, das weit \u00fcber unsere Region hinaus strahlt und ein wichtiger Schritt in Richtung klimaneutraler Kommune w\u00e4re.<\/strong><\/p>\n<p>Die Grundideen und Planungskonzepte des niederl\u00e4ndischen B\u00fcros \u201eKarres en Brands\u201c, den neuen Stadtteil als \u201edynamisches \u00d6kosystem, als \u201eHabitat\u201c, zu begreifen, \u201emit einer sichtbaren Basis aus \u00f6ffentlichen und gr\u00fcnen R\u00e4umen\u201c, mit Wasserfl\u00e4chen und k\u00fchlenden Frischluftschneisen, mit Biotopverbund zum angrenzenden landwirtschaftlichen Au\u00dfenbereich und erbaut mit klimafreundlichen Baustoffen, erscheint <span style=\"color: #008000;\">pro gr\u00fcn<\/span>\u00a0als ein zukunftsf\u00e4higer Entwurf, der den selbst gesetzten Anspr\u00fcchen an Innovation und Klimagerechtigkeit f\u00fcr das Paderborner Zukunftsquartier am besten gerecht wird. Es w\u00e4re ein echter Paradigmenwechsel in der bisherigen Baupolitik der Verwaltung, die mit extremer Nachverdichtung und Errichtung monotoner Einzelblockbebauung an vielen Stellen der Stadt zu nahezu vollst\u00e4ndig versiegelten Fl\u00e4chen und damit in steigendem Ma\u00dfe zu \u00f6kologischen und sozialen Risiken f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Kernst\u00fcck der <span style=\"color: #008000;\">pro gr\u00fcn<\/span>\u00a0Forderung ist die Verwendung von Holz bei allen neu zu errichtenden Geb\u00e4uden im Barker Quartier. Nachhaltig produziertes Holz kann den klimasch\u00e4dlichen Baustoff Zement, dessen Produktion mit 8 % zum weltweiten CO2-Aussto\u00df beitr\u00e4gt, zumindest zu gro\u00dfen Teilen ersetzen; gleichzeitig bindet es \u00fcber lange Zeitr\u00e4ume den Kohlenstoff der Luftschadstoffe.<\/p>\n<p><strong>\u201eHolz ist der neue Beton!\u201c<\/strong> sagte der niederl\u00e4ndische Stadtplaner Bart Brands bei seiner Pr\u00e4sentation in der \u00f6ffentlichen Auftaktveranstaltung. Matthias Reiche von <span style=\"color: #008000;\">pro gr\u00fcn<\/span>\u00a0best\u00e4tigt das, \u201edenn dank seiner hervorragenden Eigenschaften findet Holzbau l\u00e4ngst nicht mehr vorwiegend im kleinma\u00dfst\u00e4blichen Haus- und Innenausbau statt, sondern wird zunehmend auch f\u00fcr den mehrgeschossigen und kommunal gef\u00f6rderten Wohnungsbau zum Standard. So wurden in M\u00fcnchen auf einem ehemaligen Kasernengel\u00e4nde 600 Wohnungen in Holzbauweise erstellt. In Berlin entsteht auf dem Gel\u00e4nde des ehemaligen Flughafens Tegel das Schumacher Quartier, das mit mehr als 5.000 Wohnungen gr\u00f6\u00dfte Holzbau-Wohnquartier weltweit.\u201c<\/p>\n<p>Digitalisierung, Automatisierung und Standardisierung sind der Schl\u00fcssel daf\u00fcr, dass mit Holzkonstruktion nicht nur klimafreundlicher und deutlich schneller, sondern auch 20-25 % g\u00fcnstiger gebaut werden kann als bei konventioneller Bauweise. Gleichzeitig werden 80 % klimasch\u00e4dlicher Emissionen eingespart.<\/p>\n<p>\u201eWarum sollte nicht auch in Paderborn ein \u201eHolzbau-Leuchtturmprojekt\u201c realisiert werden? Das Holz liegt in Paderborn quasi \u201evor der T\u00fcr\u201c. Wertvolles Bauholz, das durch Borkenk\u00e4ferbefall in gro\u00dfen Mengen anf\u00e4llt, wird derzeit nach Asien verschifft und k\u00f6nnte wesentlich umweltfreundlicher im Paderborner Bausektor Verwendung finden\u201c, meint Matthias Reiche.<\/p>\n<p><span style=\"color: #008000;\"><a href=\"http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/holz-ist-der-neue-beton-pro-gruen-fordert-holzbau-leuchtturmprojekt-im-barker-quartier-mit-passivhaus-plus-standard\/20200721nj5363wpg\/\" rel=\"attachment wp-att-2878\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright size-medium wp-image-2878\" src=\"http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/20200721NJ5363wpg-300x200.jpg\" alt=\"Passivhaus-Plus-Standard-pg\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/20200721NJ5363wpg-300x200.jpg 300w, http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/20200721NJ5363wpg-390x260.jpg 390w, http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/20200721NJ5363wpg.jpg 640w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>pro gr\u00fcn<\/span> verbindet die Forderung nach Holzbau im Barker Quartier mit der Forderung, diese H\u00e4user im Passivhaus-Plus Standard zu errichten. Mit diesem Gedanken scheint auch BM Michael Dreier sich zunehmend anfreunden zu k\u00f6nnen, wie aus einer Bemerkung von ihm bei der Auftaktveranstaltung deutlich wurde.<\/p>\n<p>Folgt man dem Sonderbericht des Weltklimarats (IPCC) vom Herbst 2018 m\u00fcssen wir noch mehr CO2 einsparen, als bisher geplant, um die Klimakatastrophe abzuwenden. Das kann sehr wirkungsvoll im Geb\u00e4udesektor geschehen, der lt. einer Studie des Bundesinstituts f\u00fcr Bau-, Stadt- und Raumforschung vom vergangenen Dezember (BBSR 17\/20 f\u00fcr 40 % des Treibhausgasaussto\u00dfes in Deutschland verantwortlich ist. 10 % davon fallen bei der Errichtung von Geb\u00e4uden an, schwerpunktm\u00e4\u00dfig durch die Verwendung von Beton.<\/p>\n<p>\u201eBeton ist der heimliche Klimakiller\u201c titelte der Spiegel vor einigen Monaten. \u201eDaher\u201c, so Fritz Buhr, \u201eist es so wichtig, dass wir in dem neuen Zukunftsquartier auf dem Barker-Areal auf den Zukunftsbaustoff Holz setzen\u201c. Und das, so fordert pro gr\u00fcn, solle mit dem klimafreundlichen h\u00f6chsteffizienten Passivhaus-Plus Standard verbunden werden. Starke Kooperationspartner aus Wissenschaft, Holzindustrie und Handwerk, sowie vom Landesbetrieb Wald und Holz NRW k\u00f6nnten das Vorhaben f\u00f6rdern und unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Mit den <span style=\"color: #008000;\">pro gr\u00fcn<\/span>\u00a0Vorschl\u00e4gen k\u00f6nnte ein wirklich innovativer Modellstadtteil entstehen, der den Herausforderungen der Klimakrise, der Digitalisierung, der Mobilit\u00e4tswende und dem demographischen Wandel gerecht wird und der weit \u00fcber die Region hinaus ein starkes Signal f\u00fcr den Klima- und Umweltschutz und f\u00fcr menschenfreundliches Bauen und Wohnen setzen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>F\u00fcr <span style=\"color: #008000;\">pro gr\u00fcn e.V.\u00a0Paderborn<\/span><\/p>\n<p>Dieter Dubisch<\/p>\n<p>Matthias Reiche<\/p>\n<p>Fritz Buhr<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Angesichts der drohenden Klimakatastrophe fordert pro gr\u00fcn e.V. 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