{"id":3235,"date":"2023-03-21T19:51:15","date_gmt":"2023-03-21T18:51:15","guid":{"rendered":"http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/?p=3235"},"modified":"2023-03-21T20:55:29","modified_gmt":"2023-03-21T19:55:29","slug":"accelerating-change-den-wandel-beschleunigen-zum-tag-des-wassers-2023","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/accelerating-change-den-wandel-beschleunigen-zum-tag-des-wassers-2023\/","title":{"rendered":"Accelerating Change \u2013 Den Wandel beschleunigen. Zum Tag des Wassers 2023."},"content":{"rendered":"<p><em>Pressemeldung von pro gr\u00fcn e.V. Paderborn zum Tag des Wassers, 22.3. 2023<\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-3245 alignright\" src=\"http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Weltwassertag2023-GKApgpb-1-240x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"398\" height=\"498\" srcset=\"http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Weltwassertag2023-GKApgpb-1-240x300.jpeg 240w, http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Weltwassertag2023-GKApgpb-1-614x768.jpeg 614w, http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Weltwassertag2023-GKApgpb-1-768x960.jpeg 768w, http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Weltwassertag2023-GKApgpb-1-390x488.jpeg 390w, http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Weltwassertag2023-GKApgpb-1-300x375.jpeg 300w, http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Weltwassertag2023-GKApgpb-1.jpeg 819w\" sizes=\"(max-width: 398px) 100vw, 398px\" \/>\u201eWir alle m\u00fcssen jetzt handeln\u201c fordern die Paderborner Wasserwerke mit Recht, denn Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel! Es gilt, es zu sch\u00fctzen! Wie sehr diese Forderung berechtigt ist, macht ein Blick auf die Daten des Deutschen Wetterdienstes in Bad Lippspringe deutlich: In dem Zeitraum von 2009 bis 2020 hatten wir mit Ausnahme von 2017 in jedem Jahr ein Niederschlagsdefizit gegen\u00fcber dem langj\u00e4hrigen Mittel; in der Summe waren es 1.500 mm Niederschlag. Es fehlte also in 6 Jahren die Niederschlagsmenge eines ganzen Jahres, im Schnitt also mehr als 15 % weniger Regen jedes Jahr.<\/p>\n<p>Dabei waren unsere Wasserwerke in ihrem Wasserversorgungskonzept im April 2018 noch von landesweiten Prognosen ausgegangen, die eine j\u00e4hrliche Erh\u00f6hung von 2 bis 9 % voraussagten und entsprechend kein Absenken der Grundwasserspiegel zu erwarten war. 2007 hatten die Paderborner Naturschutzverb\u00e4nde beim Er\u00f6rterungstermin f\u00fcr das Tiefenwasser am Diebesweg mit Blick auf den Klimawandel gefordert, eine Teilmenge von 4 Mio. m3\/a nur als Erlaubnis, nicht als Bewilligung zu erteilen, die leichter zu k\u00fcndigen w\u00e4re. Die Antwort der Bezirksregierung: Der vorausgesagte klimatische Wandel wird in den n\u00e4chsten 30 Jahren noch keine Bedeutung haben. Soweit die Beh\u00f6rden. Eine F\u00f6rderung von 11 Mio. Kubikmeter Tiefenwasser j\u00e4hrlich wurde f\u00fcr 30 Jahre, von 2007 bis 2037, genehmigt. Wir hatten ja ein Dargebot von \u00fcber 30 Mio. Kubikmetern im Jahr.<\/p>\n<p>Jetzt sind wir alle schlauer geworden, der Klimawandel, von dem zu bef\u00fcrchten ist, dass er in manchen L\u00e4ndern des globalen S\u00fcdens in einer Katastrophe enden k\u00f6nnte, vollzieht sich sehr viel schneller, auch bei uns.\u00a0 Der am 20.3.23 bekannt gemachte aktuelle Bericht des Weltklimarats best\u00e4tigt dies leider wieder: Der Wandel geht schneller voran als von den Wissenschaftlern bisher berechnet.<\/p>\n<p>So kann es niemanden Erstaunen, dass der Grundwasserspiegel nicht nur im Kreis Paderborn, sondern auch in OWL und im ganzen Land kontinuierlich weiter sinkt. Dabei gilt jetzt auch nicht mehr die alte Faustregel, nach der im Sommer die H\u00e4lfte des Niederschlags der Grundwasserneubildung zugutekommt, w\u00e4hrend die andere H\u00e4lfte von der Vegetation aufgenommen wird oder verdunstet. Jetzt wird wegen der verl\u00e4ngerten Vegetationsperiode mehr Niederschlagswasser von den Pflanzen aufgenommen und infolge der Temperaturerh\u00f6hung verdunstet auch mehr. Hinzu kommt, dass ein Teil des weniger an Niederschlag in Form von Starkregen niederprasselt und oberfl\u00e4chig abflie\u00dft, da der trockene Boden es nicht schnell genug aufnehmen kann.<\/p>\n<p>Wenn dieser Trend des sinkenden Grundwassers sich fortsetzt, dann m\u00fcssen wir mit dem sinkenden Dargebot an Trinkwasser sorgsamer umgehen, denn das Grundwasser ist es, aus dem wir den gr\u00f6\u00dferen Anteil unseres Trinkwassers sch\u00f6pfen.\u00a0 Man kann nicht auf Dauer von einer endlichen Substanz leben, sondern muss nachhaltig damit umgehen.<\/p>\n<p>K\u00f6nnen wir es uns auf Dauer leisten, t\u00e4glich mit rund 34 l ein Viertel unseres t\u00e4glichen Trinkwasserverbrauchs durch die Toilette zu sp\u00fclen? Um die Absurdit\u00e4t der Verschwendung unseres wichtigsten Lebensmittels darzustellen, hatte Greenpeace vor mehr als 20 Jahren in einer Wanderausstellung ein beeindruckendes Exponat: Auf einem gusseisernen rechteckigen Beh\u00e4lter, wie man ihn fr\u00fcher in Toiletten unter der Decke aufgeh\u00e4ngt hatte, mit Wasser gef\u00fcllt zur Toilettensp\u00fclung, stand ein Mineralwasserkasten mit 12 \u00be l Flaschen. Das waren 9 l Trinkwasser f\u00fcr eine einzig Sp\u00fclung. Jetzt hat man immerhin eine Spartaste f\u00fcr das \u201ekleine Gesch\u00e4ft\u201c.<\/p>\n<p>Pro gr\u00fcn hat in seiner Stellungnahme zum Bebauungsplan Alanbrooks gefordert, die Stadt solle Dachablaufwasser f\u00fcr die Toilettensp\u00fclung vorschreiben, denn dieses diene nicht der Grundwassererneuerung sondern w\u00fcrde \u00fcber das Kanalsystem oberfl\u00e4chig abgeleitet.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich begr\u00fc\u00dfenswert antwortete die Verwaltung, das ginge aber rechtlich nicht im Rahmen der Festsetzungen des Bebauungsplans. Richtig, aber die Stadt k\u00f6nnte das festsetzen beim Verkauf des Baugrundst\u00fccks. Besser noch w\u00e4re die Vorschreibung von Brauchwassernutzung, etwa des Duschwassers f\u00fcr die Sp\u00fclung. Bei gro\u00dfen Bauquartieren wie Springbachh\u00f6fe und Alanbrooks h\u00e4tte man es sehr gut vorschreiben k\u00f6nnen; bei Barker und Dempsey ginge es auch jetzt noch. Durch die Schaffung der notwendigen Infrastruktur k\u00f6nnte man es umsetzen! Im Altbestand w\u00e4re es sehr viel teurer. Aber immerhin w\u00e4re ein zukunftsweisender Ansatz gemacht. Wir m\u00fcssen f\u00fcr eine neue Zeit bauen: energie- wie ressourcenschonend.<\/p>\n<p>Ein gro\u00dfes Einsparpotential l\u00e4ge auch in der Ver\u00e4nderung des Duschverhaltens vieler Menschen. Es tr\u00e4gt mit 38 l zu mehr als einem Viertel bei zu unserem t\u00e4glich Trinkwasserverbrauch von 125 l. Ministerpr\u00e4sident Winfried Kretschmann wurde zu Unrecht bel\u00e4chelt als er erkl\u00e4rte, man brauche nicht t\u00e4glich zu duschen, ein Waschlappen t\u00e4te es auch. Weder aus gesundheitlichen noch aus hygienischen Gr\u00fcnden muss man t\u00e4glich oder auch alle zwei Tage duschen. Und das br\u00e4chte dann mehr an Einsparung als viele der Tipps, die die Stadtwerke aufz\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Wie sich die H\u00e4ufung hei\u00dfer Sommertage und das Niederschlagsdefizit auswirkt auf den Grundwasserpegel, kann jetzt immer h\u00e4ufiger an dem Trockenfallen der Fischteiche in den Sommermonaten beobachtet werden: Der Grundwasserspiegel sinkt. Damit erf\u00fcllt sich das Motto des Weltwassertages 2022:<\/p>\n<p><strong>Grundwasser: das Unsichtbare sichtbar machen.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Das Absinken des Grundwasserspiegels wird auch deutlich werden bei unserem so gesch\u00e4tzten Tiefenwasser. Der letzte, 2018 gebohrte Brunnen ging auf eine Tiefe von 453 m. Die ersten Brunnen in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts lagen im Bereich von 200 m. Tiefer bohren ist keine L\u00f6sung, zumal bei einer \u00dcbernutzung die Gefahr einer Versalzung vom Westen her droht. Jetzt mit dem Trinkwasser sparsamer umgehen lautet das Motto!<\/p>\n<p>Fritz Buhr<\/p>\n<p>pro gr\u00fcn e.V. Paderborn<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013\u2013<\/p>\n<p>Interessanter Link &#8220;Praxistipp&#8221;:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.ardmediathek.de\/video\/live-nach-neun\/das-sind-die-besten-duschkoepfe\/das-erste\/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL2xpdmUgbmFjaCBuZXVuL2VjNTIyZGRkLTg3YTEtNGQxZi04NTI2LTNmYzYxOWYwNGU5Ng\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wasser- und Energiespartip, ein Video aus der ARD Mediathek<\/a><\/p>\n<p>_______________________________________________________<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.unwater.org\/bethechange\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.unwater.org\/bethechange\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pressemeldung von pro gr\u00fcn e.V. 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