{"id":3314,"date":"2024-01-05T21:20:02","date_gmt":"2024-01-05T20:20:02","guid":{"rendered":"http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/?p=3314"},"modified":"2024-01-05T21:24:14","modified_gmt":"2024-01-05T20:24:14","slug":"nationalpark-egge-zunehmend-unsachliche-argumentation-pressemitteilung-pro-gruen-e-v-paderborn-01-2024","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/nationalpark-egge-zunehmend-unsachliche-argumentation-pressemitteilung-pro-gruen-e-v-paderborn-01-2024\/","title":{"rendered":"Nationalpark &#8220;Egge&#8221; \u2013 Zunehmend unsachliche Argumentation. Pressemitteilung Pro gr\u00fcn e.V. Paderborn, 01.\/2024"},"content":{"rendered":"<p>Presseerkl\u00e4rung von Pro Gr\u00fcn Paderborn e.V. zu einer Presseerkl\u00e4rung des<br \/>\nWaldbauernverbandes zur Nationalparkplanung in der Egge. 04.01.2024<\/p>\n<p>Pro Gr\u00fcn bedauert, dass in der gegenw\u00e4rtigen Debatte um einen Nationalpark \u201eEgge\u201c die Nationalparkgegner zunehmend unsachlich argumentieren. Ein besonders starkes Gesch\u00fctz f\u00e4hrt die Vertreterin des hiesigen Waldbauernverbandes Dreps-Kahl auf. \u201eBei genauer Betrachtung erweisen sich aber alle ihre Argumente als \u201eRohrkrepierer\u201c, stellt Pro Gr\u00fcn Vorsitzender Dieter Dubisch in einer Presseerkl\u00e4rung fest.<\/p>\n<p>Besonders befremdlich ist es, dass ausgerechnet der Waldbauernverband, der wie kaum eine andere Lobbygruppe stets neue F\u00f6rdergelder von Bund und Land zugewiesen bekommt, eine \u201eschleichende Enteignung\u201c durch eine Nationalparkausweisung bef\u00fcrchtet. Private Waldbauern erhalten f\u00fcr nahezu s\u00e4mtliche T\u00e4tigkeiten und Investitionen in ihren W\u00e4ldern gro\u00dfz\u00fcgige F\u00f6rdergelder. Dazu geh\u00f6ren selbstverst\u00e4ndlich auch Ma\u00dfnahmen des Naturschutzes, wie z.B. der Erhalt von alten B\u00e4umen f\u00fcr den Biotopschutz. Sogar die Klimaschutz- und Biodiversit\u00e4tsleistungen der privaten W\u00e4lder werden nun mit knapp 1 Milliarde Steuermitteln bei geringen Gegenleistungen der Waldbesitzer gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/nationalparkegge.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright wp-image-3315\" src=\"http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Ja-zu-unserem-Nationalpark-Egge-web-213x300.png\" alt=\"Ja-zum-Nationalpark-Egge-Stopper-progruen-eV-PB\" width=\"315\" height=\"444\" srcset=\"http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Ja-zu-unserem-Nationalpark-Egge-web-213x300.png 213w, http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Ja-zu-unserem-Nationalpark-Egge-web-390x550.png 390w, http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Ja-zu-unserem-Nationalpark-Egge-web-300x423.png 300w, http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Ja-zu-unserem-Nationalpark-Egge-web.png 454w\" sizes=\"(max-width: 315px) 100vw, 315px\" \/><\/a>Insofern klingt der Vorwurf einer \u201eschleichenden Enteignung\u201c aus Sicht von Pro Gr\u00fcn geradezu grotesk. Au\u00dferdem muss immer wieder darauf hingewiesen werden, dass sich die geplante Ausweisung eines Nationalparks derzeitig ausschlie\u00dflich auf Staatswald beschr\u00e4nkt.<\/p>\n<p>Nicht stichhaltig ist ebenfalls das Argument, man k\u00f6nne auf den Rohstoff Holz aus dem Nationalpark aus Klimaschutzgr\u00fcnden nicht verzichten. \u201eRichtig ist, dass der nat\u00fcrliche Klimaschutz gest\u00e4rkt werden muss. Wir brauchen daher insbesondere Holz, das m\u00f6glichst langlebig, z.B. in Bauholz zu einer wirkungsvollen CO2 Speicherung genutzt werden sollte\u201c, meint auch Dieter Dubisch. Dabei bleibt aber leider oft unerw\u00e4hnt, dass Wald noch gr\u00f6\u00dfere Mengen an CO2 unter der Erde in Wurzeln und Waldboden speichert. Dort ist es besonders in einem Nationalpark gut aufgehoben.<\/p>\n<p>Aber auch die Holznutzungsverluste bleiben aufgrund der Borkenk\u00e4ferentwaldung der Egge bei einer Nationalparkausweisung \u00fcberschaubar. Diese Nutzungsverluste k\u00f6nnen mit Leichtigkeit auch von den Privatforstbetrieben der Region, z.B. durch l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llige Durchforstungen und Pflegema\u00dfnahmen, ausgeglichen werden, meint Pro Gr\u00fcn. Die privaten Waldbauern sollten sich \u00fcber entsprechende Mehreinnahmen freuen.<br \/>\nFrau Dreps-Kahl hat nat\u00fcrlich Recht mit ihrer Feststellung, dass sich auf den Borkenk\u00e4ferkahlfl\u00e4chen auch die Fichte wieder nat\u00fcrlich verj\u00fcngen wird. Es wird aber auch in einem Nationalpark kein \u201eBeinbruch\u201c sein, wenn in kommenden Jahrzehnten Fichten neben Birken, Ebereschen, Buchen und Eichen wachsen. Im Nationalpark wird es kein \u201eManagement mit der Nagelpfeile\u201c geben, bei dem jede Fichte beseitigt wird, sondern es wird weitestgehend der nat\u00fcrlichen Entwicklung \u00fcberlassen bleiben, den Wald \u00fcber mehrere Generationen hinweg zu einem Naturwald zu formen.<\/p>\n<p>Auch das Argument, eine Nationalparkausweisung f\u00fchrt zu vermehrten Wildsch\u00e4den in den benachbarten Forstbetrieben kann Pro Gr\u00fcn nicht nachvollziehen. W\u00e4hrend der Staatswaldbetrieb in der Egge seit Jahren versucht, durch Jagddruck und moderne Bejagungsmethoden die Wildbest\u00e4nde auf ein waldbaulich ertr\u00e4gliches Ma\u00df zu reduzieren, scheinen diese in einigen angrenzenden Privatw\u00e4ldern hochwillkommen zu sein. Bef\u00fcrchtungen \u00fcber Wildsch\u00e4den scheint es dort nicht zu geben. Dazu hat Pro Gr\u00fcn recherchiert, dass Abschusspl\u00e4ne und tats\u00e4chliche Abschusszahlen sowohl im Kreis H\u00f6xter, wie auch im Kreis Paderborn z.T. deutlich auseinanderklaffen. Auch in einem Nationalpark Egge wird noch \u00fcber sehr lange Zeitr\u00e4ume eine Bejagung, wenn auch mit verk\u00fcrzten Jagdzeiten, notwendig sein, um eine gew\u00fcnschte Waldentwicklung nicht zu gef\u00e4hrden und Wildsch\u00e4den auf angrenzenden landwirtschaftlichen Fl\u00e4chen zu vermeiden. Waldbauern, Waldbesitzer und Vertreter der Jagdbeh\u00f6rden werden, ebenso wie im Nationalpark Eifel, eingeladen, Planungen zur Jagd in einem \u201eArbeitskreis Nationalpark\u201c aktiv zu begleiten. Daher h\u00e4lt Pro Gr\u00fcn auch dieses Argument der Waldbauern f\u00fcr unberechtigt und ruft alle Beteiligten an der laufenden Nationalpark-Diskussion dringend zu mehr Versachlichung des Dialogs auf.<\/p>\n<p>pro gr\u00fcn e.V. Paderborn<\/p>\n<hr \/>\n<p>Bitte unterst\u00fctzen Sie mit Ihrer Stimme das B\u00fcrgerbegehren &#8220;JA! zu unserem Nationalpark Egge&#8221;<\/p>\n<p>unter folgendem Link gelangen Sie zur Informations-Webseite und zur Download-M\u00f6glichkeit der Unterschriftenlisten:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/nationalparkegge.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><span style=\"font-size: 24px; color: #000080;\">https:\/\/nationalparkegge.de<\/span><\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Presseerkl\u00e4rung von Pro Gr\u00fcn Paderborn e.V. zu einer Presseerkl\u00e4rung des Waldbauernverbandes zur Nationalparkplanung in der Egge. 04.01.2024 Pro Gr\u00fcn bedauert, dass in der gegenw\u00e4rtigen Debatte um einen Nationalpark \u201eEgge\u201c die Nationalparkgegner zunehmend unsachlich argumentieren. 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