{"id":3345,"date":"2024-05-30T15:40:01","date_gmt":"2024-05-30T13:40:01","guid":{"rendered":"http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/?p=3345"},"modified":"2025-06-10T15:08:23","modified_gmt":"2025-06-10T13:08:23","slug":"holzernte-im-naturschutzgebiet-presseerklaerung-von-pro-gruen-e-v-paderborn","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/neu.progruen-paderborn.de\/pgpb\/holzernte-im-naturschutzgebiet-presseerklaerung-von-pro-gruen-e-v-paderborn\/","title":{"rendered":"Holzernte im Naturschutzgebiet &#8211; Presseerkl\u00e4rung von pro gr\u00fcn e.V. Paderborn"},"content":{"rendered":"<p>In der aktuellen Diskussion zum anstehenden B\u00fcrgerentscheid \u00fcber die Einrichtung eines Nationalparks in der Egge wird immer wieder behauptet dieser sei in der Egge nicht n\u00f6tig, denn diese sei ja bereits jetzt umfassend gesch\u00fctzt, da sie zum \u00fcberwiegenden Teil &#8211; n\u00e4mlich zu 71 % &#8211; als Naturschutzgebiet ausgewiesen sei. So argumentieren etwa der Paderborner B\u00fcrgermeister Michael Dreier und \u00e4hnlich auch viele F\u00f6rster der Region.<\/p>\n<p>Dabei sollte unstrittig sein, dass die F\u00f6rster meist eine hervorragende Arbeit leisten: Die Zeiten der Monokulturen mit Fichtenforsten sind &#8211; ganz gewiss im Staatsforst &#8211; seit Jahrzehnten Vergangenheit. So werden \u00fcberall auf den Kalamit\u00e4tsfl\u00e4chen, auf den die Trockenheit in Zusammenarbeit mit dem Borkenk\u00e4fer gew\u00fctet hat, resiliente Mischwaldkulturen mit einem hohen Laubwaldanteil hochgezogen. Sie sollen auch unter ver\u00e4nderten klimatischen Bedingungen in Zukunft bestehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>So ist es verst\u00e4ndlich, dass F\u00f6rster &#8211; wie k\u00fcrzlich Roland Schockem\u00f6hle in Elsen &#8211; sehr \u00fcberzeugend \u00fcber seine Arbeit und die seiner Kollegen berichten und auf ihren \u00f6kologischen Wert hinweisen konnte. Das wird auch von den Naturschutzverb\u00e4nden gew\u00fcrdigt und anerkannt: Der F\u00f6rster empfindet sich mit Recht als Natursch\u00fctzer und nicht als Holzknecht.<\/p>\n<p>Dabei darf jedoch nicht vergessen werden, dass auch in den Naturschutzgebieten der Egge ordnungsgem\u00e4\u00dfe Forstwirtschaft betrieben werden kann, denn auch der Wald in einem Naturschutzgebiet ist Forst und damit Wirtschaftswald. In ihm wird im Regelfall nicht mit R\u00fcckepferden sondern mit dem Harvester und schwerem Ger\u00e4t gearbeitet. Auf einem Netz von \u00fcber 300 km Forstwegen wird das geschlagene Holz gelagert und dann abtransportiert mit viele Tonnen schweren Fahrzeugen. Auf bis zu 5 m breiten Forstwegen wird dabei der Boden auf Jahrzehnte hinaus verfestigt und die darauf befindliche Humusschicht zerst\u00f6rt. Und gerade in ihr wird bis zu 50 % des CO2 aus der Luft langfristig gebunden, wie neuere Untersuchungen des Max-Planck-Instituts in Jena ergeben haben.<\/p>\n<p>Um bessere Wachstumsbedingungen f\u00fcr die B\u00e4ume an den regenreichen Westh\u00e4ngen der Egge zu schaffen, wurde durch ein Entw\u00e4sserungssystem der Boden drainiert und die Schwammwirkung des Waldes vermindert.<\/p>\n<p>Dies alles sind Ma\u00dfnahmen, die im Rahmen einer ordnungsgem\u00e4\u00dfen Forstwirtschaft auch in einem Naturschutzgebiet durchgef\u00fchrt werden d\u00fcrfen. Sie sind jedoch weit entfernt von dem, was in einem <strong>nutzungsfreien Waldgebiet<\/strong> geschehen sollte. In der Kernzone eines Nationalparks soll die Natur sich so entwickeln k\u00f6nnen, wie sie es will. Und sie wei\u00df besser als jeder noch so naturnah arbeitende F\u00f6rster und jeder Naturwissenschaftler, was ihr guttut. Wir k\u00f6nnen das voller Staunen beobachten, erleben und davon lernen.<\/p>\n<p>Deutschland hat sich vor vielen Jahren verpflichtet \u2013 und das lange vor der Ampelregierung \u2013 bei der Umsetzung seiner Nationalen Biodiversit\u00e4tsstrategie 5 % seiner Waldfl\u00e4chen aus der Nutzung herauszunehmen und sich zu Wildnis-Gebieten entwickeln lassen; in NRW sind es jetzt gerade 2 %.<\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\"><strong>Das staatliche Umweltamt in NRW (LANUV) hat bereits 2005 die Egge als geeignet f\u00fcr einen Entwicklungsnationalpark erkl\u00e4rt. Jetzt bietet sich die unmittelbare Chance, diesen zu realisieren. Jetzt liegen uns allen die Briefwahlunterlagen im B\u00fcrgerentscheid vor und pro gr\u00fcn fordert alle B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger auf, zusammen mit Greenpeace, BUND, NABU und Naturwissenschaftlichem Verein: <span style=\"color: #339966;\">Stimmen Sie mit Ja! f\u00fcr einen Nationalpark Egge.<\/span><\/strong><\/span><\/p>\n<p>Dieter Dubisch, Vors. pro gr\u00fcn e.V. Paderborn<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der aktuellen Diskussion zum anstehenden B\u00fcrgerentscheid \u00fcber die Einrichtung eines Nationalparks in der Egge wird immer wieder behauptet dieser sei in der Egge nicht n\u00f6tig, denn diese sei ja bereits jetzt umfassend gesch\u00fctzt, da sie zum \u00fcberwiegenden Teil &#8211; n\u00e4mlich zu 71 % &#8211; als Naturschutzgebiet ausgewiesen sei. 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