Glückwünsche an Ehrenmitglied von pro grün e.V. Paderborn zum Geburtstag

Zum Anlass eines runden Geburtstags unseres Ehrenmitglieds Fritz Buhr gratulieren wir herzlichst und mit besten Wünschen und ganz besonderen Grüßen an Heidi Buhr, die mindestens genau so engagiert mit ihm für die gute Sache steht. Anstelle einer Auflistung der unzählbaren Projekte und Kämpfe für den Umweltschutz seit den siebziger Jahren, dürfen wir an dieser Stelle „Die FRITZ-BUHR-HYMNE“ mit besten Wünschen, Grüßen und freundlicher Genehmigung von Erwin Grosche zitieren:

Grosches Gedanken: Die Fritz-Buhr-Hymne

Fritz Buhr war die Greta Thunberg meiner Jugend. Wenn ich träume, sehe ich ihn mit Rupert Neudeck und Rüdiger Nehberg Basketball spielen. Er ist Paderborns erster Umweltaktivist: Ein Weltenretter. Es ist ein Wunder, dass er die Hoffnung nie aufgegeben hat. Er war da, als Apollinaris 1973 unsere Paderquellen kaufen wollte. Er verhinderte 2007 die Verwendung des Domes für eine Kondomwerbung, obwohl die Anfrage von Fromms kam. Auch das Mitnutzen der Katzen von der Freilauffläche der Hunde am Monte Scherbelino konnte er abwenden.

Er versuchte auch, leider vergeblich, die Reduzierung von acht Bahnen auf sechs Bahnen im Rolandsbad zu verhindern, obwohl gerade die letzten beiden Bahnen die schönsten waren. Es gibt einige Menschen, deren Wirken unsere Stadt verändert haben. …

Irgendeiner muss anfangen

Vielleicht verdanken wir ihm, dass man sogar hier bemerkt hat, dass Kunst nicht immer „schön“ sein muss. …

Fritz Buhr ist ein Vorbild, was er hier nicht macht, macht sonst niemand. Es muss ein Glück sein, wenn man zu den Guten gehört. Wieso ist es überhaupt nötig, dass man etwas beschützen und erhalten muss, dass die Menschen zum überleben brauchen? Wenn Fritz Buhr und seine Kumpels Plakate tragen, wo sie um den Erhalt der Bäume vor dem Stadthaus kämpfen, dann ist das ein Anfang. Irgendeiner muss anfangen, sonst ist jede Hoffnung am Ende.

Unbequem sein ist nicht bequem

Ich möchte nicht wissen, wie viele Unterschriften er schon für Bürgerbescheide gesammelt hat. Wie geduldig er an Infoständen gestanden hat und mit einem schlecht ausgesteuerten Mikrofon Reden gehalten hat: „Erst wenn der letzte Baum gerodet, (Quietsch: Rückkoppelung) der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, (Mikro fällt aus) werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“

Sein Vorschlag das neue Stadthaus aus dem alten zu bauen spricht mir aus dem Herzen. Das Alte bewahren und offen sein für Neues. Man hat oft genug den Fehler gemacht nicht auf ihn zu hören. Wie beruhigt wäre ich, wenn Politiker und Planer erstmal planen würden, aber zum Schluss Fritz Buhr alles entscheiden dürfte. Da wären wir auf der sicheren Seite. Plant und macht erstmal, aber zum Schluss darf Fritz Buhr entscheiden, ob der Vorschlag ausgereift ist.

Unbequem sein ist nicht bequem.

Wer sich Gehör verschaffen will, muss laut sein. Es wird einem selten gedankt für seinen Einsatz. Fritz Buhr muss ja auch schon 100 oder 200 Jahre alt sein. Zum Glück ist er Basketballer, die können sich auf ihr Ziel fokussieren und sind zäh. Was bin ich froh, dass wir Fritz Buhr in Paderborn haben. Ich wollte ihm heute einmal danken und hoffen, dass er zufrieden ist mit seinem Leben. Er hat alles Glück der Welt verdient.

Danke Fritz Buhr.

Erwin Grosche, Kabarettist, Autor und Kleinkünstler

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Über Fritz Buhr:

Landrat Manfred Müller nannte ihn einmal: „das grüne Gewissen der Stadt (dem aber oft kein Gehör geschenkt wurde)“

oder unter den Mitgliedern von pro grün: „Fritz, trotz aller Enttäuschungen und Fehlschläge nicht resigniert oder entmutigt, sondern unermüdlicher Kämpfer für Natur und Umwelt Natur- und Umweltschutz, für ihn keine Beschäftigung unter anderen, sondern sein Lebensthema“

„Profundes Hintergrundwissen bei allen Zielen, die er unbeirrt und hartnäckig, meist gegen Widerstand, verfolgte“

“ Hart in der Sache, aber immer verbindlich im Umgang mit Gegnern seiner Ziele, das hat ihm, obgleich oft Sand im Getriebe der Verwaltung, deren Respekt und Gesprächsbereitschaft erhalten“

„…hat gute kommunale Problemlösungen angestoßen und teils beharrlich umgesetzt. Beispiele:

– Stadtwerkeverkauf

– Fischteiche-Rettung

– Landesgartenschau Paderborn: Aufwertung Naturnaher Paderaue

– Müllverbrennungsanlage Stop

– Fracking (bundesweit)

– Kampf um den Nationalpark Senne

„Nicht zu vergessen: hinter einem erfolgreichen Mann steht stets eine kluge Frau, hier Heidi!“

„Wir bewundern Fritz´s unermütliches Engagement für Natur und Umwelt. Insbesondere seinen Einsatz für Bäume, der nicht zuletzt dazu geführt hat, dass die Bäume am Marienplatz jetzt erhalten bleiben.“

Und last but not least sagte Dieter Dubisch über ihn bei seiner Wahl als Nachfolger zum Vorsitzenden von pro grün e.V. Paderborn:  „Wenn wir 5 Freiwillige fänden, die arbeitsteilig seine vielfältigen Aufgaben übernähmen, würden wir das Pensum nicht schaffen“

Das hat sich bis heute nicht geändert.

Er gehört weiterhin zu den Aktivsten! 

pro grün e.V. Paderborn, die Redaktion